Sehenswürdigkeiten

Büren an der Aare bietet eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten. Sie können diese individuell nach Lust und Laune oder mittels einer unserer Führungen Bestellungen erkunden.

Klicken Sie auf die Themen um nähere Informationen zu erhalten.

Alte Mühle

Alte Mühle

Die Wasserkraft der Waldbäche wurde in Büren an der Aare bereits 1269 genutzt. Die heute noch bestehende Mühle stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Zusammen mit einem etwa in der gleichen Zeit errichteten Bauernhaus mit Mühle im Untergeschoss und einem Stöckli aus der Mitte des 18. Jahrhunderts bildete sie eine idyllische Dreiergruppe.

 

1941 wurde das Hauptgebäude abgebrochen, Mühle und Stöckli blieben glücklicherweise erhalten und konnten restauriert werden. Das Wasser, das die Mühle antreibt, entstammt dem am Waldrand liegenden Mühleweiher. Es fliesst durch eine Leitung ins Wasserschloss. Von dort gelangt es durch ein Steigrohr und einen Holzkänel auf das Wasserrad, das einen Durchmesser von imposanten sechs Metern aufweist.


Bis in die Dreissigerjahre hinein wurde in der alten Mühle noch Getreide gemahlen. In den Neunzigrjahren wurde das Mahlwerk restauriert, es ist seither wieder voll funktionstüchtig. Das stetige Klappern des Wasserrades und das Plätschern des Wassers prägen heute den idyllischen Ort. Der Garten zwischen Mühle und Stöckli bietet einen angenehmen Rahmen für Apéros.


Die Mühle ziert eine Neunzigermarke der Pro Patria aus dem Jahr 2002, die damit die Restaurierung der Mühle im 2003/04 unterstützte.


Die alte Mühle ist ein sehenswertes Ausflugsziel und kann für verschiedenste Anlässe wie z.B. Hochzeiten, Geburtstage, Firmen-Aperos auf Anfrage bestens genutzt werden. Innenbesichtigung auf Voranmeldung.

Fasnacht am Neujahr

Fasnacht am Neujahr

Die schnellsten Eidgenossen, wenigstens wenn es um die Fasnacht geht, sind wohl die Bürener, denn sie feiern ihre närrischen Tage am Neujahrs- und Bärzelistag. Wenige Stunden, nachdem die Neujahrsglocken verstummt sind, bewegt sich unter Trommelklängen jeweils ein langgezogener Umzug von weissgekleideten, mit Lärminstrumenten ausgerüsteten Gestalten jeden Alters durch Gassen und Strassen des Städtchens und versammelt sich nach einstündigem Rundgang in einer Gaststube bei dampfender Mehlsuppe und Brot.

 

Die «Chesslete», seit 1950 jeweils Auftakt des Bürener Narrentreibens, ist Jahr für Jahr unüberhörbares Signal zum fasnächtlichen «Nöijohr», das andernorts Fasnacht, Fastnacht, Karneval oder Fasching genannt wird, im Aarestädtchen selbst aber einfach «Nöijohr» heisst.

Aus «Büren an der Aare» von Max Gribi.

Die Holzbrücke

Die Holzbrücke

Ob Sie mit dem Schiff, zu Fuss oder mit dem Auto in Büren an der Aare ankommen - auffallen wird Ihnen bestimmt die Holzbrücke. Das Wahrzeichen Bürens hat seit Jahrhunderten überregionale Bedeutung. Der 108 Meter lange Aareübergang verbindet das Stedtli seit 1275 mit dem Ortsteil Reiben (gehört seit 1911 zu Büren).

Die heutige, neunte Bürener Holzbrücke wurde erst im Jahr 1991 eingeweiht. Ihre Vorgängerin fiel einem Brandanschlag zum Opfer. Der Anschlag blieb noch lange in den nationalen Medien gegenwärtig.

 

Bereits 1798 brannte in Büren an der Aare die Brücke ab.

Bei einem überstürzten Rückzug vor Napoleons Truppen zündeten sie die Einheimischen gleich selber an.

Bei der Internierung der französischen Bourbaki-Armee 1871 (Deutsch-Französicher Krieg) diente sie dann gar als Stall. Über 100 Pferde und Maultiere wurden in der verschalten und gedeckten Vorgängerin der heutigen Brücke eng zusammen gepfercht. Zum Passieren blieb den Bürgern nur wenig Platz, was die Ängstlichen unter ihnen nicht gerade schätzten.

Beim jüngsten, gegenüber der Vorgängerbrücke veränderten Wiederaufbau, wurde die Durchfahrt unter der Brücke um 30 cm erhöht. Davon profitiert jetzt die Schifffahrt, die so auch bei hohem Wasserstand zirkulieren kann.

Führungen in Büren an der Aare


Faszinierende Handwerkskunst: 1 Besuch à 45 Minuten Fr. 150.-- / 2 Besuche Fr. 260.-- 
BauCoolTour*- Interessante Baugeschichten und sehenswerte Architekturen:1 Besuch à 45 Minuten Fr. 150.-- / 2 Besuche Fr. 260.--
Stedtliführung - die Klassische:1 Std., Fr. 100.-- / 1 ½ Std., Fr. 150.--
Orgeldemonstration und Geschichte der Stadtkirche:1 ½ Std., Fr. 150.--
Geländedenkmal «die Feder» mit seiner Wallfahrtsgeschichte aus dem Mittelalter*:1 Std., Fr. 100.--
Eichwaldpfad, ein Rundgang durch den Bürener Wald*:1 ½ Std., Fr. 150.--
Schlosshubel, wo sich einst die Stammburg der Gründer Bürens erhob*:1 ½ Std., Fr. 150.--
Juragewässerkorrektion*:1 Std., Fr. 100.--

 

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Die Stadtkirche

Die Stadtkirche

Die Stadtkirche zu St. Katharinen hat ihre Ursprünge bereits im 12. Jahrhundert und dürfte auf einer Stiftung der Strassberger beruhen. Der Turm wurde um das Jahr 1500 errichtet, und zwar als Reaktion auf die Konkurrenz der vielbesuchten Wallfahrtskirche von Oberbüren.


Die Säulenkapitelle im Kircheninnern in romanischem Stil zeigen Szenen aus der Schöpfungsgeschichte und vom Weltgericht. Ebenso kommen Fabelwesen vor. Besonders beachtenswert ist der Zyklus der vier Evangelistensymbole im Kreuzgewölbe. Dieses ist frühgotischen Stils.

 

Aus der Renaissance stammt die Kanzel, ein handwerkliches Meisterstück aus dem Jahr 1625. Das Kirchenschiff ist reich verziert mit Malereien und Flachschnitzereien. Sie wurden erst 1906 bei einer Kirchenrenovation wieder freigelegt.


Während Restaurationsarbeiten im Jahre 1963 stürzte der Turm der Bürener Stadtkirche ein. Dabei wurde ein grosser Teil des Chors zerstört. Die landesweit beachtete Katastrophe löste grosse Betroffenheit aus, war doch für den folgenden Tag die Aufrichtefeier geplant. Wie durch ein Wunder gab es beim Einsturz keine Verletzten. Stunden zuvor standen noch Zimmerleute und Maurer auf dem Gebälk des Dachstuhls, um ihn für die Feier zu schmücken.


Beim Turmeinsturz nahm auch die Rokoko-Orgel aus dem Jahre 1722 schweren Schaden. Die heutige Orgel (Metzler) wurde erst nach dem Turmeinsturz eingebaut.


Im Verlauf des Jahres 2006 wurde die Kirche erneut einer umfassenden Aussen- und Innenrenovation unterzogen. Als augengfälligste Änderungen seien die Neugestaltung des Eingangsbereichs und des Kirchenbodens erwähnt. Das Entree wurde erweitert und mit zum Teil farbigen Glaswänden gestaltet. Der neue Boden wurde aus Kalksteinplatten aus dem nahe gelegenen Jura zusammengesetzt. Zudem kann der Kirchenraum seit der Renovation dank der Kombination von Bankreihen und Stühlen den jeweiligen Anlässen besser angepasst werden. Im Zuge der Renovation wurde auch die Metzler-Orgel total revidiert. Hingewiesen sei auch darauf, dass die Kirche seit der Renovation mit einer Rampe auf der Nordseite versehen ist. Damit wird gewährt, dass der Zugang zur Kirche rollstuhlgängig ist.


Dank einer neuen Aussenbeleuchtung erstrahlt die Stadtkirche auch abends in neuem Glanz.

Das Rathaus

Das Rathaus

Das Rathaus war von Anfang an wohl zu gross dimensioniert. Es wurde als Abschluss der mittleren Häuserreihe in den Jahren 1613 bis 1619 erstellt. Die damalige Bevölkerung zählte aber lediglich fünfhundert Einwohner. Stärke und Stolz des Stedtlis wollten offenbar deutlich gezeigt werden.


Der stolze Bau dominierte das Stadtbild des alten Büren. Während Jahrzehnten war das Rathaus das Zentrum des öffentlichen Geschehens. Vor der Renovation und dem Umbau (1950 bis 1953) diente es indessen nicht mehr seinem ursprünglichen Zweck. Vielmehr lagerten die Bauern im Keller Runkelrüben für ihr Vieh und die Frauen liessen an nassen Tagen ihre Wäsche trocknen. Die Turner übten hier Kunststücke, hin und wieder fand gar eine Filmvorführung statt und an der Rückseite hingen die Feuerwehrschläuche zum Trocknen. So verlotterte der stolze Bau nach und nach und bot schliesslich einen trostlosen Anblick.

 

Bei der Renovation wurde der Eingang von der Mitte nach links verlegt, der Wappenstein blieb jedoch an seinem bisherigen Platz. Er wird von einem mächtigen Reichsadler überflügelt, der 1798 (Franzoseneinfall) von napoleonischen Truppen zerstört worden war. Das heute sichtbare Wappentier wurde in den Fünfzigerjahren neu gehauen und später durch Peter Travaglini restauriert. Der Stein zeigt die Wappen Bürens, Berns und das des damaligen Schultheissen, Sebastian Hofmeister.

Das Uhrwerk vom Dotzigentor

Das Uhrwerk vom Dotzigentor

Im Jahre 1996 beschloss der Gemeinderat von Büren an der Aare dieses alte Uhrwerk, welches im ehemaligen unteren Stadttor (Dotzigentor) stand, zu renovieren.

Das Uhrwerk stammt aus dem Jahre 1759 und wurde vom damaligen bekannten Solothurner Uhrmacher Nikolaus Pfluoger erstellt. Zu bewundern ist das alte Uhrwerk im 1. Stock des Ratshauses.

 

Das Kornhaus

Das Uhrwerk vom Dotzigentor

Das markanteste Haus an der Bürener «Ländti» ist ein ehemals bernisches Kornhaus. Dieses Gebäude blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bestimmend ist seine Lage an der grossen Stützmauer des ehemaligen Kirchhofs auf der Nordseite der Kirche. Die heute im Restaurant sichtbare, durch den Restaurator sorgsam instand gestellte Stützmauer bestehend aus Quader aus Muschelsandstein und Tuff (bereits die dritte Erneuerung), datiert vielleicht aus dem 15. oder 16. Jahrhundert.

 

An diese Stützmauer wurden - wohl bereits in früherer Zeit - Anbauten angefügt, die davon profitierten, dass nur drei Fassaden aufzubauen waren, die hintere Längsseite bestand ja bereits. Hauptzweck der Anbauten war die Erstellung von Lagerraum für die Flussschifffahrt, deren Bedeutung für den Warentransport bis gegen die Mitte des 19. Jahrhunderts weit grösser war als jene der Strasse.


1670 errichtete der Staat Bern das Ländtehaus neu als Hafenlagerhaus, oben z.T. Für Korn, unten z.T. für Wein. 1776 erfolgte ein gründlicher Umbau, wobei eine in der Zwischenzeit eingerichtete Wohnung zu einer Kornschütte umgewandelt wurde. Es entstand zur Hauptsache die heutige Gesamtform des Gebäudes mit dem abgewalmten Satteldach. Den besten Eindruck vom Aussehen vermittelt die westseitige Giebelfassade mit den Kalkstein-Fenstereinfassungen und dem Rieggiebel unter der Ründe, samt Fensterladen und Eisengitter.


1861 verkaufte der Staat das Haus an den Unternehmer Schulz, der hier und in einem nördlichen Anbau eine Ziegelei einrichtete. 1890 erwarb die Gemeinde das Gebäude, brach 1897 den Ziegeleiflügel ab und baute das ganze Haus 1902 vollständig zum Schlachthaus um. Dabei brach man auch den ersten Zwischenboden auf heutiger Galeriehöhe aus und schuf damit den, zwar abschnittsweise que geteilten, heutigen Raum. Die gesamte Nordseite systematisierte und gestaltete man als wirkungsvolle neugotische Repräsentationsfassade gegen die Aare, an welcher die neue Innenstruktur klar abzulesen ist. Hohe Spitzbogenportale wechseln mit grossen Spitzbogenfenstern, die bis zum neuen Gurtgesims reichen. Darüber ordnete man achsengleich eine Reihe von Hochrechteckfenstern an und setzte die alten Strebepfeiler in Form eigenwilliger Lisenen bis zum Dach fort. Die anspruchsvolle Formgebung der Fassade trug einerseits dem neu erwachten Verständnis für Mittelalter und Altstadt Rechnung, anderseits war sie Ausdruck der wirtschaftlichen Kraft und Bedeutung des Metzgergewerbes. Als eines der wenigen Häuser in Büren kehrt das Kornhaus der Aare die Hauptfassade zu - nicht eine Rückseite, und berücksichtigt damit die städtebauliche Situation des Hauses. Auch das Farbkleid mit den satten Rot/Brauntönen schuf man in Ablehnung des traditionellen Steingraus/Kalkweisses neu, wobei der Sockel farblich vom Fensterband oben abgehoben wurde.

2003 galt es das Innere zuerst einmal freizulegen: Einbauten. Vormauerungen und Gipsdecken verschwanden. Erst auf Grund dieser Befunde konnte das definitive Projekt ausgearbeitet werden. Es entstand das heute den Raum prägende Zusammenspiel der steinsichtigen Terrassenmauer mit den drei verputzten Seiten des Ländtehauses/Kornhauses und der kräftigen Balkendecke von 1776 auf Konsolen und Streifbalken. Aus dem Materialdepot der Denkmalpflege konnten dafür 230-jährige Eichenbalken aus dem Kornhaus Burgdorf zur Verfügung gestellt werden, weil die alten Streifbalken verfault waren. Der neue stählerne Unterzug samt Stützen nimmt das alte Tragsystem des Hauses in zeitgenössischer Form wieder auf und geht mit den anderen neuen Einbauten zusammen. Er hat auch Lasten der schönen Stützenreihe von 1776 im Obergeschoss aufzunehmen.

Bei der Restaurierung, die seit mehr als dreissig Jahren angestrebt wude und erst im 2004 zum Erfolg geführt hat, wurde einerseits darauf geachtet, die wertvolle alte Bausubstanz zu erhalten und zu restaurieren, anderseits neue Teile zeitgenössisch zu gestalten. Aus Alt und Neu entstand ein Mehrwert, Resultat der geglückten Revitalisierung eines lange brach liegenden Baudenkmals mit weit zurückreichender Geschichte. Möge sich der langsame Rhythmus grösserer baulicher Interventionene halten: 1670, 1776, 1902, 2004, ...2110?

(Text. Dr.Jürg Schweizer, kant. Denkmalpfleger, 23.11.2004)

Gedänkstätte Spitallager Oberbüren

Gedänkstätte Spitallager Oberbüren

Denkmal zur Erinnerung an das Spital des grössten, von 1940 - 1946 betriebene Flüchtlingslager der Schweiz. Kranke Männer aus Polen, Russland, Italien und anderen Ländern fanden hier Pflege und Beherbergung.

Fast alle, die im Spitallager Oberbüren waren, sind Krieg und Terror entronnen und überlebten.

Standort: Bernstrasse, vis-à-vis Bushaltestelle Oberbüren

 

Römisch Katholisches Pfarrereizentrum St. Katharina

Gedänkstätte Spitallager Oberbüren

Solothurnstrasse 40, Telefon 032 351 34 18
1977 erbaut. Moderne Innenausstattung mit Glasfenstern von Peter Travaglini, Büren an der Aare
Orgel von Erwin Erni, Stans

 

Schloss

Schloss
  • Erbaut 1621 - 1624 anstelle von vier Bauernhäusern
  • Amtswohnung des Landvogtes
  • Bis 1798 regierten 77 Landvögte im Schloss
  • Heute dient das Schloss als Amtshaus (Regierungsstatthalteramt, Richteramt (bis 1997), Betreibungsamt, Grundbuchamt, Standesamt, Polizeiwache)
  • Einschüsse der Belagerungstruppe Schauenburgs (1798) an der Fassade sichtbar
  • Oeffentlicher Innenhof
  • Mit der im 2003 durchgeführten Restauration der Wandmalereien aus dem frühen 17. Jahrhundert wird ein einzigartiges Kulturdenkmal zurückgewonnen.
  • Die Architekturmalerei verwandelt das Schloss in einen Palast und die Inhalte der figürlichen Malereien und der Bildfelder weisen einen reichen Symbolgehalt auf
 

Die acht leer gebliebenen Bildfelder unter den zwei Fensterreihen wurden im 2006 durch den Künstler Mercurius Weisenstein mit Malereien versehen, die der Fassade ihr Gleichgewicht und ihre Ausgewogenheit wieder zurückgegeben haben.

Die Stadtbrunnen

Die Stadtbrunnen

Nicht immer ist der mächtige Trog des Vennerbrunnens auf dem unteren Marktplatz gestanden. Nach einer Brunnensanierung im Jahr 1985 wurde der bisherige Unterstedtlibrunnen ins Oberstedtli verschoben. Der Vennerbrunnen steht heute gegenüber dem Schloss – symbolisch gesehen – am richtigen Ort. Dort, wo das klassizistische Werk mit Doppelschale, schlanker Säule und schönen Rohren aus Bronze stand, fand nun der achteckige Trog aus dem Jahr 1648 seinen Platz. Mit dem Umzug der Brunnen entspricht das Stadtbild heute wieder alten Überlieferungen. Der Künstler Peter Travaglini nahm 1985 die 800-Jahr-Feier des Stedtlis zum Anlass, einen neuen Venner zu schaffen und giessen zu lassen. Zu früheren Zeiten dienten die Brunnen als Orte der Begegnung, denn dort wurde das Wasser geholt. Während sich die Kübel füllten, fand man Zeit für einen Schwatz.

 

Das Spittel Museum

Das Spittel Museum

Ein interessantes Gebäude mit bewegter geschichtlicher Vergangenheit am Osteingang des Stedtli gelegen:

Die Entstehung dieses dreistöckigen Gebäudes mit seinem imposanten Dachboden ist nicht dokumentiert. Die östliche Mauer des "Spittels" war jedenfalls Bestandteil der äusseren Ringmauer und stammt aus dem 13./14. Jahrhundert. Im Zusammenhang mit dem Wallfahrtsort Oberbüren war der "Spittel" Pilger- und Fremdenherberge. Ein Raum diente als Bettlerstube. So notierte der "Almoser" der mittelalterliche "Sozialarbeiter" Bürens 1593 Ausgaben aus der Armenbüchse für diesen Raum.

 

Anfangs dieses Jahrhunderts wurde die Idee, eine heimatkundliche Sammlung zusammenzutragen, in die Tat umgesetzt. Der Diessbacher Bendicht Moser, ein national bekannter Heimatkundler, errichtete für seine Sammlung eine Stiftung. Diese Stiftung gab den Anstoss zur Gründung der Vereinigung für Heimatpflege Büren im Jahr 1942. Im "Spittel" von Burger- in Einwohnergemeindebesitz übergegangen konnten erste Exponate eingelagert werden. Noch in den 50er Jahren diente der "Spittel" als (Not)unterkunft. Anfangs der 70er Jahre wurde das historische Gebäude renoviert und am 1. November 1975 das Heimatmuseum "Spittel" offiziell eingeweiht.

Die Laubenbögen der Hauptgasse

Die Laubenbögen der Hauptgasse

Sie sind auch in anderen im Mittelalter entstandenen Städten wie Bern und Murten zu finden. Die Hauptgasse war früher als einzige Strasse im Stedtli gepflästert.

Kunstvolle Wirtshausschilder zieren die Hauptgasse. Sie prägen das Bild, auch wenn einige Wirtshäuser heute keine Gäste mehr empfangen. Ihre Schilder wurden teilweise wieder neu installiert, was der Gasse besonderen Reiz verleiht.

 

Die "Ländti"

Die "Ländti"

An der Aare. Diesen Zusatz trägt Büren mit gutem Grund. Wo heute wohltuende Ruhe herrscht, pulsierte früher reges Leben. Die «Ländti», an der noch immer die Kursschiffe anlegen, war früher ein bedeutender Warenumschlagplatz. Grossräumige Kellergewölbe im Kornhaus und in Privathäusern zeugen bis heute von regem Handel mit Wein, Tabak, Kolonialwaren und Holz.

Käseschiffe aus Brienz, Wein aus der Waadt und dem Elsass, Salz aus dem Burgund, Bayern und dem Tirol, freiburgisches Holz für die Giesserei von Roll in Gerlafingen, Erz aus dem Oberhasli, Iltis-, Eichhorn- und Kaninchenfelle wurden auf der Aare transportiert und in Büren umgeladen. Machten die Schiffer hier Pause, konnten sie die Wirtshäuser von der «Ländti» aus bequem erreichen.

 

Aus diesen Zeiten ist ein Ausdruck der regionalen Sprache bis heute erhalten geblieben: «Charger pour Soleure». Verladen und betrunken sollen sie oft gewesen sein, die Weinführer, wenn sie in Solothurn landeten. Sie stachen manches Fass Wein schon während der Fahrt an. Im 16. Jahrhundert mussten die Schiffer gar schwören, den Wein lediglich mit dem Strohhalm aus den Fässern zu saugen...

Auch für Personentransporte wurde die Aare rege genutzt. Kurgäste etwa fuhren auf dem Wasserweg zu den Heilbädern nach Schinznach, an die Messen in Zurzach und nach Baden.

Bis heute legen an der «Ländti» Schiffe an. Die Flussfahrt
zwischen Biel und Solothurn erfreut sich zu Recht grosser Beliebtheit.

Naturschutzgebiet Häftli

Naturschutzgebiet Häftli

Anfahrt (mit Auto 3 min) vom Ausgangspunkt Stedtli: Hauptstrasse Richtung Lyss, nach Sporthalle rechts abbiegen, die Ey-Brücke überqueren, direkt nach der Brücke links halten. Die Fahrt mit dem Fahrrad belebt Körper und Geist. Zudem wird man dem Sinn eines Naturschutzgebietes gerecht.


Das Naturschutzgebiet befindet sich auf der rechten Seite rund um den alten Aarelauf. Verschiedene Wanderwege führen zum Teil dem Wasser entlang und geben Einblick in die reiche Fauna und Flora. Am westlichen Ende befindet sich der Vogelturm, welcher einen schönen Rundblick über den alten Aarelauf bietet.

 

Die Feder

Die Feder

Eine geplante Überbauung löste 1992 eine Untersuchung des Geländes durch den Archäologischen Dienst des Kantons Bern aus, was zur Wiederentdeckung des bis zur Reformation (1528) so bedeutenden Wallfahrtsortes des Bistums Konstanz führte. Oberbüren stellt heute europaweit das einzige vollständig untersuchte derartige Heiligtum dar.


Spätestens seit 1483 bis zu Reformation 1528 sind hier zu Hunderten totgeborene Kinder unter grossen Anstrengungen aus dem ganzen Bistum hergetragen worden, um für kurze Zeit zum Leben erweckt (Wunder auf Bestellung: das Federchen), getauft und hernach kirchlich bestattet zu werden. Nach mittelalterlicher Vorstellung blieb nur den Getauften die ewige Verdammnis erspart. Oberbüren erlangte internationale Bedeutung.

 

Das 2003 realisierte Geländedenkmal des Landschaftsarchitekten Toni Weber aus Solothurn mit der Skulptur "die Feder" des Künstlers Gunter Frentzel aus Rüttenen/SO verleiht diesem geschichtlich interessanten Ort eine Zukunft, indem es die Besucher zum Innehalten und Nachdenken einlädt.

Weitere Informationen unter Rubrik Download "diverse Dokumente", Flyer ebenfalls erhältlich bei Tourismus Büren an der Aare, Rathaus, Hauptgasse 10.

 
 

Tourismus
Hauptgasse 10 / Rathaus, 3294 Büren an der Aare
Telefon: +41 32 351 27 07, Telefax: +41 32 352 03 11
tourismus(at)bueren.ch

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