Ein interessantes Gebäude mit bewegter geschichtlicher Vergangenheit am Osteingang des Stedtli gelegen:
Die Entstehung dieses dreistöckigen Gebäudes mit seinem imposanten Dachboden ist nicht dokumentiert. Die östliche Mauer des "Spittels" war jedenfalls Bestandteil der äusseren Ringmauer und stammt aus dem 13./14. Jahrhundert. Im Zusammenhang mit dem Wallfahrtsort Oberbüren war der "Spittel" Pilger- und Fremdenherberge. Ein Raum diente als Bettlerstube. So notierte der "Almoser" der mittelalterliche "Sozialarbeiter" Bürens 1593 Ausgaben aus der Armenbüchse für diesen Raum.
Anfangs dieses Jahrhunderts wurde die Idee, eine heimatkundliche Sammlung zusammenzutragen, in die Tat umgesetzt. Der Diessbacher Bendicht Moser, ein national bekannter Heimatkundler, errichtete für seine Sammlung eine Stiftung. Diese Stiftung gab den Anstoss zur Gründung der Vereinigung für Heimatpflege Büren im Jahr 1942. Im "Spittel" von Burger- in Einwohnergemeindebesitz übergegangen konnten erste Exponate eingelagert werden. Noch in den 50er Jahren diente der "Spittel" als (Not)unterkunft. Anfangs der 70er Jahre wurde das historische Gebäude renoviert und am 1. November 1975 das Heimatmuseum "Spittel" offiziell eingeweiht.